Kaminbrand – Ursachen, Bekämpfung und Versicherung

Ursachen von Kaminbränden

Ein Schornstein- oder Kaminbrand entsteht, wenn sich Rußablagerungen an den Innenwänden des Kamins plötzlich entzünden. Rußpartikel lagern sich bei der unvollständigen Verbrennung von Brennmaterial ab. Je nachdem welcher Brennstoff verwendet wird, bildet sich entweder Schmier- oder Hartruß (bei festen Brennstoffen) oder Flockenruß (bei Öl- oder Gasheizungen).
Normalerweise sichert die regelmäßige Reinigung und Inspektion des Schornsteins durch den Kaminkehrermeister gegen die Gefahr von Kaminbrand ab, denn dabei werden abgelagerte Rußpartikel von den Wänden gelöst und aus dem Abgassystem entfernt. Das Brandrisiko steigt wenn ein Kamin nicht oder nicht regelmäßig gereinigt wird, unsachgemäßes Brennmaterial verbrannt wird (verbunden mit starken Ablagerungen) und / oder wenn durch sogenanntes langflammiges Brennmaterial den Brennraum zu stark erhitzen. In der Folge kann Glut sehr weit nach oben in verrußte Bereiche des Schlots transportiert werden und dort Flammen schlagen.
Bei einem Kaminbrand erhitzen sich auch die an den Schornstein angrenzenden Wände auf sehr hohe Temperaturen. Tapeten oder Möbel in direkter Nähe können ebenfalls entflammen, tückischerweise kann dies mit einer Zeitverzögerung von bis zu mehreren Stunden nach dem Kaminbrand eintreten.

Kaminbrand nicht mit Wasser löschen !

Im Falle eines Brands sind umgehend die Feuerwehr und der Schornsteinfeger zu verständigen. Die Brandbekämpfung mit Wasser ist im Falle eines Kaminbrandes extrem gefährlich. 1 Liter Wasser verwandelt sich bei Verdampfung zu 1700 Litern Wasserdampf. Der spontane Druckanstieg beim Löschen mit Wasser kann den Schornstein zur Explosion bringen bzw. schwere bauliche Schäden verursachen, die das Eindringen von Rauchgasen in den Wohnraum begünstigen.
Zudem droht ein Verschluss des Schornsteins durch Aufquellen des Rußes bei hohen Verbrennungstemperaturen.
Mittel zur Brandbekämpfung sind:

Das kontrollierte Ausbrennen des Schornsteins mit minimaler Luftzufuhr von unten
Das Lösen des brennbaren Rußes mit Kaminkehrerwerkzeug mit anschließendem Ausbrennen im Fußraum oder Ablöschen außerhalb des Schornsteins.
Einsatz von Pulverlöschern
Flutung des Schornsteins mit Kohlendioxid
Nach dem Löschen oder kontrollierten Abbrennen des Feuers muss der Schornstein und gesamte Brandort weiterhin intensiv beobachtet werden. Abstrahlende Hitze kann auch im Nachhinein noch Balken oder Tapeten und Mobiliar entzünden.
Im Schadensfall – Zahlt die Versicherung nach einem Kaminbrand ?
Gebäudeversicherungen decken Kaminbrand in der Regel nicht ab. Das gilt für den Fall, dass nur innerhalb des Schornsteines Ruß in Brand geraten ist. Verbreitet sich das Feuer, etwa durch Wärmeübertragung, auch auf andere Bereiche des Gebäudes aus, so besteht mitunter ein Versicherungsschutz.

Kaminaufsatz – Die wichtigsten Modelle im Überblick

Die Problematik ist bekannt: Der Kamin zieht nicht oder zu gut. Im ersten Fall sind Störungen im Abbrand oder beim Anzünden ein Indiz, im zweiten Fall können Windgeräusche im Kamin ein Anzeichen für das Ungleichgewicht der Luftströmungen sein. Ein zu hoher oder zu geringer Zug am Kamin führt zu erhöhtem Schadstoffausstoß und Brennstoffverbrauch. Eine gleichmäßiger Luftzufuhr und ein stabiler Abtransport der Heizabgase über den Schornstein sind das A und O einer Heizanlage.

Meistens sind die Ursachen von Zugproblemen leicht zu identifizieren. Starke Winde können zum einen auf die Kaminmündung drücken und den Abbrand beeinträchtigen oder, im entgegengesetzten Fall den Zug über das Maß erhöhen und die Rauchsäule gewissermaßen aus dem Schornstein heraus reißen. Ein überdimensionierte Schornstein oder eine zu geringe Höhe führen hingegen zu schlechtem Zugverhalten.

Twister, Windkat und Düse EN Plus

Ob starr, beweglich oder elektrisch betrieben – alle Schornsteinaufsätze sollen den Abtransport der Heizabgase optimieren. Hier die wichtigsten Systeme im Überblick

1. Starrer Schornsteinaufsatz mit Injektionsdüsen

Die statischen Abströmköpfe von Windkat, Kaminkraft oder HUBO von Jeremias arbeiten mit Injektionsdüsen. Dabei handelt es sich um Lufteinlässe, die ringsum am Aufsatz angebracht sind und den Strömungswiderstand aufheben. Der Kaminzug wird reguliert und ein Rückstau von Rauchgasen verhindert. Das statische System ist vielfach geprüft (z.B. TÜV, TU München, Bayerisches Landesamt für Umweltschutz) und bedarf keiner baulichen Genehmigung. Besonders interessant ist dieser Aufsatztyp, wenn eine kleine Verlängerung des Schornsteins erwünscht ist, denn das Element ist unter den Schornsteinaufsätzen das längste mit einer Höhe von 400 bis 600mm je nach Typ. Das Fehlen beweglicher Teile macht Windkat & Co. Besonders wartungsarm.

2. Selbstrotierende Schornsteinaufsätze vom Typ Twister oder Rotomax

Diese Ausätze verhindern, dass Winde und Wetterlagen die Brennleistung beeinträchtigen oder Rauchgase in den Wohnraum eindringen. Je nach Wetterbedingungen dreht sich der Aufsatz auf dauergeschmierten langlebigen Edelstahl-Kugellagern und erzeugt einen konstanten Unterdruck. Der Abbrand wird gleichmäßiger, die Verbrennung optimiert. Vorsicht: Nicht alle drehbaren Schornsteinaufsätze sind für alle Heizungstypen geeignet.

3. Elektrische Rauchsauger und Abzugsventilatoren

Mittels elektrischen Antriebs wird hier ein gleichmäßiger Abtransport der Rauchgase gewährleistet. Diese Aufsätze werden speziell bei hohen Temperaturen und stark korrosiven, schmutzigen Rauchgasen eingesetzt. Die meisten Modelle wie die Schornsteinsauger RS und RSV des Schornsteinspezialisten Pauli sind stufenlos regelbar.

4. Strömungstechnische Modelle

Diese Bauart vom Typ Raab Düse EN Plus wirkt in zweierlei Richtungen. Wettereinflüsse werden im wahrsten Sinne des Wortes „gedeckelt“ und können sich nicht auf den Kaminzug auswirken. Am unteren Ende des Rauchsaugers arbeitet ein System, dass den Rauchabzug optimiert. Besonders geeignet ist dieses geprüfte Doppelsystem für atmosphärisch arbeitende Heizanlagen. Zudem kann die erforderliche Schornsteinhöhe reduziert werden.

Fazit: Es lohnt sich zu recherchieren: Alle Modelle haben ihre ganz eigenen Spezialgebiete und Vorteile. Die meisten Kaminaufsätze sind in zahlreichen Rohrdurchmessern und Rohrabschlüssen in Edelstahl erhältlich. Für gemauerte oder mineralische Kamine kann eine Grundplatte aus Edelstahl die Basis sein, auf der der Kaminaufsatz montiert werden kann.

Alle Vögel sind schon da – Nester im und am Schornstein

Mit dem Frühling ist die Gefahr von nistenden Vögeln im Rauchabzug nicht vorbei. Bis in den September brüten und nisten manche Vogelarten wie etwa Amseln oder Mauersegler. Störche sind nur die bekannteren von zahlreichen Vogelarten, die sich auf und in Gemäuer zur Brut und Aufzucht zurückziehen. 

Storchennest auf einem stillgelegten Schornstein
Nistende Störche – ein wieder häufiger und meist erfreulicher Anblick auf alten Schornsteinen und Masten, Quelle: www.pixabay.com, Fotograf: ferdinandkozeluh0

Nester auf dem Rauchabzug lassen sich leicht erkennen und entfernen. Daneben droht Gefahr von jenen Nestbauern, die sich das Innere des Kamins aussuchen. Bei teilweise stillgelegten oder nur selten genutzten Schornsteinen leicht übersehen, können die lauschigen Nistplätze jedoch Hausbewohnern gefährlich werden, wie sich jedes Jahr leider erneut bestätigt (Frau erstickt wegen Dohlennest im Kamin).

Was ist das Gefährliche an Schornsteinnestern?

Rauchgase enthalten giftiges Kohlenmonoxyd und -dioxyd, das durch einen blockierten Schornstein nicht abziehen kann. Im schlimmsten Fall wird es zurück ins Innere des Gebäudes befördert. Besonders gefährlich: Die giftigen Abgase sind farb- und geruchslos! Ein Indiz für Rauchgasrückstau können beschlagene Fenster oder warme feuchte Luft im Heizungsraum sein.

Welche Vogelarten nisten im Schornstein?

Dohle - ein häufiger Kaminbewohner
Die Dohle – deutscher Vogel des Jahres 2012 Quelle: www.pixabay.com

Ein Vogel mit ausgeprägter Vorliebe für sichere, höhlenartige Unterschlupfe ist die Dohle. Bereits gegen Ende des Winters beginnt für die schwarzen Rabenvögel die Suche nach geeigneten Nistplätzen. Ist ein solcher gefunden, beginnt das Dohlenpärchen mit vereinten Kräften damit allerhand Nistmaterial in die Öffnung des Schornsteins zu werfen. Von Zweigen und Moos bis zu Plastiktüten kann hierbei alles nützlich sein. Begonnen wird aber meist mit größeren Ästen, die sich im Inneren des Schlots verfangen und die Basis des Nests bilden.

Viele Nester werden im Frühjahr vom Schornsteinfeger entdeckt und können von diesem mithilfe spezieller „Fallgranaten“ oder Widerhaken gelöst werden. Wer als Hausbesitzer selber einen plötzlichen schlechten Kaminzug oder gar Rückstau von Abgasen bemerkt, sollte sich umgehend an den Kaminkehrer wenden.

Vogelschutzgitter sorgen vor!

Einmal erkannt und beseitigt, ist die Gefahr jedoch noch nicht gebannt. Wie andere Singvögel merkt sich auch die Dohle die einmal gewählten Brutplätze und kehrt unter Umständen im nächsten Frühling wieder genau an dieselbe Stelle zurück. Bereits für wenige Euros kann man spezielle Dohlengitter mit breiten Stangen oder die feineren Vogelschutzgitter im Handel kaufen. Die Montage eines Regenhuts bietet hingegen keinen hundertprozentigen Schutz und sollte mit einem Gitter kombiniert werden. Aufsätze wie der drehbare Rotovent oder ein Kaminkraft-Aufsatz mit Lufteinlassdüsen schotten den Kaminschlot gegen jedwede Nistattacke ab und fördern einen stabilen Rauchabzug.

Zu wenig Zug am Kamin durch Fallwinde

Fallwinde bezeichnen zum einen ein regionales Phänomen im Bereich geologischer Formationen, z.B. der warme Föhn im Voralpenland. Auch im mikroklimatischen Bereich kennt man Fallwinde. Sie beeinträchtigen beispielsweise Schornsteine, die sich in direkter Nähe zu hohen Gebäuden, Bergen, an Hängen oder neben anderen hohen Hindernissen befinden. Diese Art von Wind ist, wie der Name andeutet, nach unten gerichtet und spürbar als starker bis sehr starker mitunter böiger Luftstrom auf der Lee-Seite.

Fallwinde

Der Normalzustand am Kamin ist ein stabiler, ausreichend starker (und nicht zu starker) Zug nach oben, der Abgase aus dem Gebäude befördert und der Verbrennung durch Unterdruck im unteren Bereich Sauerstoff zuführt. Dieser Kaminzug wird gern als „Motor der Verbrennung“ bezeichnet, und es stimmt: Ist der kaminzug gestört, funktioniert auch die Verbrennung nicht oder nicht optimal. Im hier beschriebenen Fall wirken Fallwinde wie ein Pfropf auf die Öffnung des Schornsteins und verwandeln den erwünschten Unterdruck im schlimmsten Falle in eine negative Thermik: Den Rauch wird zurück in den Kamin „gedrückt“.

Abhilfe können spezielle Kaminaufbauten schaffen, dazu gehören windangetriebene Ventilatorenaufsätze, elektrisch betriebene Rauchsauger und in der einfachsten aber effektiven Form Kaminaufsätze mit festen Lufteinlassdüsen. Alle drei Varianten bewirken Dasselbe: Sie erzeugen einen gleichmäßigen Unterdruck am Kamin, der Rauchgase zuverlässig und zügig nach oben transportiert.

 

 

Montage von Schornsteinabdeckungen & Co.

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Edelstahlplatte als Grundplatte für gemauerte Schornsteine

Viele Schornsteinaufbauten funktionieren nach dem „Einschub-Prinzip“. Dabei besitzen Schornstein und Aufbauelement kompatible Rohrabschlüsse. Das Bauteil in die Rohrmündung des Schornsteinschlots eingeführt und ggf. mit etwas Silikon abgedichtet. Um die passende Größe eines Produkts zu bestellen, nimmt man die Außenmaße des Schornsteins am Schornsteinkopf ab. Je nach Hersteller werden einige Zentimeter auf jeder Seite zugegeben. Mittlerweile sind Einschübe in mehreren runden und eckigen Formen handelsüblich. Gemauerte Schornsteine können mit Edelstahlplatten versehen werden, in die vom Hersteller passende Ausschnitte gestanzt werden.

 

Etwas anders die Situation bei der Kaminabdeckung, die hierzulande meist aus einer flachen oder gewellten Metallplatte besteht und die mittels Stegen am Kaminkopf montiert wird. Neben der Abdeckung und den Halterungen benötigst du das Montagematerial, also Schrauben, Dübel und Unterlegscheiben, sowie eine Bohrmaschine und (je nach Art der Schrauben) einen Schraubenzieher oder -schlüssel. Die Stege sind meist vorgebohrt, teilweise wird auch die Position der vertikalen Halterungen an der Haube schon vorgegeben. Was zu tun bleibt ist, die Bohrlöcher am Schornsteinkopf anzubringen und mit Dübeln zu versehen. Anschließend werden die Bügel angeschraubt und schlussendlich die Abdeckung angebracht.

Vorsichtsmaßnahmen bei Höhenarbeiten

Da Schornsteine naturgemäß oft in der Höhe liegen, bedarf es bei Arbeiten am Rauchfang einer guten physischen Kondition. Wer höhenkrank oder körperlich körperlich beeinträchtigt ist, sollte sich einen Fachmann holen anstatt selber über die Dachschindeln zu balancieren. Es besteht eine erhöhte Unfallgefahr, daher solltest du dich unbedingt mit Absturzsicherungen, zum Beispiel einem Klettergeschirr und entsprechenden Haltepunkten absichern. Auch die Wind- und Wetterverhältnisse sollten vor dem Einsatz in Betracht gezogen werden. Doch bei aller Vorsicht: Nicht bei jedem Schornstein kann man die Montage selber durchführen! Im Zweifelsfall hilft wieder nur der Fachmann, etwa bei unzugänglicher Position des Schornsteins, bei beschädigten Dächern und Schornsteinen oder bei großen Höhen.

Eine Schornsteinabdeckung selber bauen

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Quelle: www.pixabay.com

Schornsteinabdeckungen sind in Deutschland genehmigungsfrei. Wer selber einen Schornsteinschutz bauen will, muss dennoch einiges beachten. So dürfen durch die Haube keine Beeinträchtigungen benachbarter Schornsteine oder belästigende Rauchverwehungen entstehen. Sie muss ausserdem einen festgelegten Abstand zum Schornsteinrand aufweisen, der von verschiedenen Faktoren abhängt (Heizungsart, Schornsteindurchmesser). Zudem kann eine fest montierte Haube ein Hindernis bei der Reinigung und Wartung darstellen. Eine mögliche Lösung sind klappbare Abdeckungen. In allen Fällen gilt: Kläre deinen Fall am besten mit deinem Schornsteinfeger. Er kennt deinen Schornstein und die Funktion von Schornsteinaufbauten.

Was tun bei starken Windgeräuschen am Kamin?

Diskussion: Kaminaufsatz als Mittel gegen Windgeräusche am Kamin?

Gerade jetzt in den Wintermonaten pfeift verstärkt Wind über unsere Dächer. Manchmal entpuppt sich der Kamin als eine Art Lautsprecher, der Windgeräusche verstärkt im Inneren des Hauses hörbar macht.

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Quelle: www.pixabay.com

Doch bevor Maßnahmen ergriffen werden können, gilt es folgende Frage zu beantworten: Können andere Möglichkeiten als Verursacher der lauten Geräusche im Kamin ausgeschlossen werden, z.B. ein loses Teil am Schornstein oder ein kaputter Dachziegel?

Infos darüber, wodurch auch sonst Geräusche am und um den Schornstein herum entstehen können, findest du hier im Blog!

Die meisten Kaminaufsätze gelten als probates Mittel, um Geräusche zu minimieren, die bei starkem Wind im Kamin entstehen. Egal ob rotierender oder der feststehende Aufsatz mit den Lufteinlassdüsen, der Effekt ist derselbe. Luftströmungen können nicht mehr so stark auf die Kaminmündung einwirken. Das Unterdrucksystem am Abgaskanal wird stabilisiert und Windspitzen ausgeglichen. Achte beim Kauf darauf, ob der Hersteller diesen Punkt erläutert.

Kaminaufsätze sind fast immer baurechtlich genehmigungsfrei und einfach zu montieren. Das zusätzliche Schornsteinelement darf der Schornsteinhöhe nach DIN 4705 angerechnet werden.

 

 

Richtig Heizen mit Brennholz

Tipps für den Kachel- und Kaminofen

Richtig Heizen – Gibt es das?

Klares JA! Und nicht nur die Wärmeabgabe des Holzofens leidet unter „falschem Heizen“. Der Brennstoffbedarf steigt und es werden vermehrt Schadstoffe, vor allem Feinstaub ausgestossen. Verrußte Ofenscheibe und Verpechung des Schornsteins können die Folge sein.

Hier einige Tipps zum Richtigen Heizen:

1. Nur trockenes Holz verbrennen

Fotograf: Hasan-Anac / pixelio
Fotograf: Hasan-Anac / pixelio

 

Das ist ein Evergreen, aber er muss immer und immer wieder gesungen werden. Verbrenne kein nasses Holz, sprich Holz mit einer Restfeuchte von mehr als 20%. Das ist uneffektiv, umweltschädlich und setzt deinen Kamin zusätzlich zu!

 

Frisch geschlagenes Holz sollte mindestens 9 Monate, im besten Fall aber 1 bis 2 Jahre gelagert werden. Vorsicht: Zu lang gelagertes Holz beginnt seinen Brennwert ab dem 3 Jahr zu verlieren, um etwa 3% pro Jahr.

2. Holz vorwärmen

Das für den Tag / Abend benötigte Holz wird im Raum gelagert und vorgewärmt. Auch das steigert die Effektivität der Verbrennung.

3. Richtig anheizen

Beim richtigen Anheizen wird schnell die endgültige Verbrennungstemperatur erreicht. Nützlich ist Kaminofenanzünder sowie das sogenannte Anmachholz, das sind dünne Scheite aus weichem Holz wie Kiefern- oder Fichtenholz.

Die dickeren Scheite etwa aus Buche oder Eiche werden erst auf einem ausreichenden Glutbett nachgelegt.

Beim Anzündvorgang wird die Luftzufuhr nicht über entsprechende Klappen gedrosselt. Erst eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet den optimalen Abbrand. Das Feuer sollte immer mit sichtbarer Flamme brennen. Guter Abbrand bedeutet ein gleichmäßiges Flammenbild und Glutbett.

Dazu lieber häufiger kleinere Mengen Brennholz nachlegen als den Ofen „zustopfen“.

Kaminaufsatz Kaminkraft-Plus
Kaminaufsatz Kaminkraft-Plus

Übrigens: Wenn die Flammen hektisch flackern oder das Feuer nur sehr schlecht in Gang kommt, kann das möglicherweise an einem gestörten Kaminzug liegen. Am Schornstein und Kaminofen gibt es einige Parameter die diesen „natürlichen“ thermischen Auftrieb beeinflussen können. Ein beliebtes Hilfsmittel bei einem zu geringen Kaminzug ist der Kaminaufsatz, der beispielsweise einen starken Windeinfluss auf die Schornsteinmündung ausgleichen kann.

Mehr Infos zum Kaminaufsatz und anderen Kaminproblemen findest du hier im Blog oder bei Kaminkraft.

Verpechung, Durchfeuchtung und Versottung

Die häufigsten Kaminprobleme und was man dagegen tun kann

Verpechung, Durchfeuchtung und Versottung – Alle drei Begriffe beschreiben Phänomene, die entstehen wenn sich Feuchtigkeit und/oder Rußpartikel an den Innenwänden des Kamins niederschlagen. Betroffen sind oftmals ungedämmte Schornsteine älteren Baujahrs, die nicht optimal dimensioniert oder geschützt wurden. Doch auch neuere Schornsteine können betroffen sein, wenn sie nicht fachgerecht gebaut oder einer Sanierung der Heizanlage nicht adäquat angepasst wurden.

Die Folgen sind vielfältig und changieren in ihrem Ausmaß von unschön bis lebensgefährlich. Sie verschlimmern sich aber, wenn das Problem unbehandelt bleibt:

  • Schäden am Schornstein, bis hin zur Instabilität

  • Schäden am Gebäude, Schimmelpilzbildung

  • schlechte d.h. ineffiziente Verbrennung, Heizen mit Engergieverlust

  • hohe Schadstoffbelastung in den Abgasen, mehr Luftverschmutzung

  • Gefahr eines Kaminbrands

Kaminbrand
Quelle: www.pixabay.com, Fotograf: Hans

 

Eine kleine Begriffskunde

Als Verpechung bezeichnet man Ablagerungen an den Kamininnenwänden, die dort nicht hingehören. Dazu zählen Rußrückstände aus „normalen“ Brennstoffen und anderen, verbotenerweise verbrannten Materialien, insbesondere Kunststoffe oder Stoffe mit Teergehalt. Gefährlich wird es, wenn sich die Rückstände in einem derart zugesetzten Schornstein plötzlich bei hoher Temperatur entzünden, was leider immer wieder passiert. Dann spricht man vom sogenannten Kaminbrand.

Die Durchfeuchtung von Schornsteinen erfolgt aus zwei Richtungen:

  1. Durchfeuchtung von Außen: Niederschlag und Luftfeuchte dringen ins Mauerwerk ein. Fröste beschleunigen die Beschädigung. Ähnlich wie bei einer Asphaltstraße bricht das eindringende und anschließend gefrierende Wasser Risse in die Bausubstanz. Durch diese Zwischenräume dringt wiederum mehr Wasser ein und so weiter und so fort…

    Ist der Schaden bereits eingetreten hilft nur eine Sanierung des Schornsteines, bei der die „Wasserstraßen“ versiegelt werden. Abschließend empfiehlt es sich, die Mündung des Kaminschlotes mit einem Schornsteinkopf zu versehen. Einfache gewellte Kaminhauben aus Edelstahl vom Typ AISI 430 erzielen bereits erstaunliche Effekte. Sie schützen die sensibelste Stelle des Schornsteines, die Mündung vor Niederschlag, Verschmutzungen und Fremdkörpern.

  2. Durchfeuchtung von Innen: Verbrennungsgase enthalten von Natur aus Wasserdampf (umso mehr bei der Verbrennung von feuchtem Holz). Der Wasserdampf kühlt sich beim Aufsteigen durch den Kamin ab. Idealerweise sind Abgastemperatur und Schornsteinlänge bzw. -querschnitt so aufeinander abgestimmt, dass der Taupunkt nicht innerhalb des Rauchkanals erreicht wird, sprich der Wasserdampf nicht vorzeitig kondensiert und sich an den Innenwänden niederschlägt. Problematisch wird es wenn der thermische Auftrieb (Kaminzug) zu gering ist, beispielsweise weil der Schornstein

  • einen zu großen Querschnitt hat

  • zu lang ist, in Kombination mit zu geringen Ablufttemperaturen

  • schlecht gedämmt ist

  • nicht an idealer Position im Gebäude gelegen ist (z.B. an einer kühlen Außenwand)

Die Folgen eines feuchten Schornsteins sind vielfältig: Das Wasser bahnt sich seinen Weg nach unten. Die kondensierten Rauchgase enthalten jedoch kein reines H2O. Weit gefehlt! Wir finden chemische Rückstände aus der Verbrennung, die sich zusammen mit dem Wasser einen Weg ins Gemäuer bahnen. Irgendwann treten diese Stoffe gut sichtbar für uns zutage: in Form von gelblich-braunen Flecken, Schimmelpilzen, abfallendem Putz und sich lösender Tapete. Wir sprechen hier auch von Versottung. Die Brandgefahr ist wie bei der Verpechung deutlich erhöht. Die Stabilität des Rauchfangs beeinträchtigt.

Ist eine Versottung bereits eingetreten, muss saniert werden. Nur ein Fachmann wie der Schornsteinfeger kann den Schaden zuverlässig diagnostizieren und geeignete Maßnahmen empfehlen.

Vorbeugende Wirkung hingegen wirkt der Kaminaufsatz. Dabei handelt es sich um ein bis zu 500mm langes Bauteil, das auf dem Schornsteinkopf montiert wird. Es schützt nicht nur vor Witterungseinflüssen, wie eindringendem Regenwasser, sondern erhöht auch den Kaminzug. Abgase können so schneller und sauberer nach draußen abtransportiert werden. Das Risiko einer Versottung wird deutlich verringert. Der Einbau erfordert keine baurechtliche Genehmigung. Dank einer Wartungsklappe kann der Kamin auch weiterhin ganz normal gesäubert und gewartet werden. Die Aufsatzelemente Kaminkraft und Kaminkraft Plus besitzen keine rotierenden Bauteile und sind damit weniger störungsanfällig als drehbare Schornsteinaufsätze. Auf älteren Schornsteinen kann der Einschub des Bauteils auf einer Edelstahlplatte angebracht werden, die zusätzlich die Mündung des Rauchfangs stabilisiert.

Der Kamin stinkt im Sommer

Was tun, wenn der Schornstein unangenehme Gerüche verbreitet?


Ursache No. 1 – Feuchtigkeit im Schornstein

Dieses Problem kennen vor allem diejenigen, die ein älteres Haus samt gemauertem Kamin haben. Aber auch Rauchfänge jüngerer Bauart können betroffen sein. Ursache ist fast immer Nässe, die durch Regen und Luftfeuchtigkeit in den Schlot eindringt. Während der Heizperiode sorgen die Abgase der Heizung dafür, dass diese wieder verdampft. Holzheizungen erreichen die im Vergleich zu anderen Brennstoffen (außer beim Brennwertkessel) niedrigsten Abgastemperaturen von ca. 100°C, was dafür schon ausreichend ist. Während des Sommers und in Zeiten der Nichtbenutzung hingegen bleibt die Feuchtigkeit im Schornstein und kann unangenehme Gerüche verursachen.

Mehr noch: Durch unsere Abgase werden dem Regenwasser auch „saure“ Inhaltsstoffe zugesetzt, zum Beispiel Schwefeldioxid oder Chlorwasserstoff. Sie heißen so, weil sie in Verbindung mit H2O Säuren bilden. Wir spüren davon wenig, die Konzentrationen sind dafür zu gering. Doch dem Schornstein ergeht es über Wochen, Monate oder gar Jahre anders. Wenn sich die mit Säure versetzte Feuchtigkeit im Kamins absetzt und über längere Zeit nicht getrocknet wird, nimmt das Mauerwerk Schaden. Eine unmittelbare Folge sind die bekannten „braunen Flecken“ am Schornstein und Schimmelpilzbildung!


Einfache Abhilfe schafft ein Regenhut oder eine Kaminhaube. Falls schon vorhanden, solltest du prüfen ob der „Deckel“ noch regendicht ist.


Ursache No. 2 – Druckverhältnis am Kamin

Ein zweiter Grund sollte ebenfalls unbedingt überprüft werden. Ein im Sommer, etwa zur Warmwasseraufbereitung beheizter Kamin hat ein anderes Rauchabzugsverhalten als derselbe Kamin im Winter. Geringere Temperaturunterschiede im Schornstein behindern den Abzug, das Druckverhältnis wird durch warme Aussentemperaturen umgekehrt und Gase können sich stauen. Das verursacht nicht nur Gestank sondern ist auch gefährlich, wie immer wieder auftauchende Fälle von Todesfällen durch Rauchgasvergiftungen in Wohnhäusern beweisen.

Ein Kaminaufsatz ist ein probates Mittel um den Unterdruck und damit den Kaminzug zu erhöhen und gleichzeitig die Mündung des Schornsteins vor Regen zu schützen. Er gleicht jahreszeitliche Druckschwankungen aus und sichert sommers wie winters den sicheren Abtransport der Rauchgase aus dem Gebäude. Solch funktionelle Schornsteinaufsätze sind keine Erfindung der Neuzeit. Sie haben wie der Schornstein selbst vermutlich römische Wurzeln und wurden im Laufe der Jahrhunderte sogar zu architektonischen Schmuckstücken wie dieses Beispiel aus dem 18. Jahrhundert zeigt.

Damals und heute – der Schornsteinaufsatz im Wandel

Schornstein aus der Renaissance am Hofrichterhaus in Bautzen, Sachsen
Schornstein aus der Renaissance am Hofrichterhaus in Bautzen, Sachsen
Kaminaufsatz Kaminkraft-Plus
Kaminaufsatz Kaminkraft-Plus

 

 

 

 

 

 

 

 


Die grundlegenden Eigenschaften sind heute noch dieselben:

  • wirkt wie eine Schornsteinverlängerung, dadurch wird der Kaminzug erhöht, auch störende Windgeräusche am Kamin können so reduziert werden
  • Lüftungsöffnungen sorgen für einen stabilen Unterdruck am Schornsteinkopf auch bei hohen Aussentemperaturen oder Starkwinden oder Fallwinden
  • Abgase werden weiter nach oben transportiert, Rauchverwehungen verhindert. Dadurch werden sowohl der Schaft des Schornsteins als auch Passanten und Nachbarn geschont

Weil der Kaminkraft-Aufsatz keine Neuerfindung des Rades ist und seine Wirkungsweise einwandfrei bewiesen (und zertifiziert) benötigt man keine baurechtliche Genehmigung für die Montage. Das System ist aus stabilem witterungsresistenten V2A-Edelstahl gefertigt, der im Vergleich zur mediterranen Keramik wirkungsvoller, deutlich günstiger und leichter zu montieren ist. Die Elemente sind mit einer klappbaren Regenhaube ausgestattet, die Wartungsarbeiten am Schornstein erleichtert.Ansonsten funbktioniert das Kaminkraft-System ohne bewegliche Teile, was den Wartung reduziert und das Risiko von Störungen (etwa durch einen blockierten Rotor) auf nahezu Null reduziert.


Fazit: Ein Kaminaufsatz kann nicht nur das Geruchsproblem beheben, sondern gleichzeitig die Heizanlage optimieren und die Kaminsubstanz schützen! Mehr Informationen zum Thema und unseren Shop findest du hier.

Störende Windgeräusche am Schornstein

Identifizieren der Ursache!

Bei Lärm macht man die Türen und Fenster zu. Dass neben Abgasen auch störende Geräusche aus dem eigenen Schornstein kommen können, ist für viele Hausbesitzer und -bewohner eine erschreckende Neuigkeit!

Undichter Ofen, kaputtes Dach ?

Zunächst muss geklärt werden, ob das Geräusch eindeutig vom Ofen oder Schornstein kommt. Es gab in der Tat schon Fälle, in denen kaputte Dachschindeln oder andere lose Elemente an der Schornsteinmündung als Geräuschquelle identifiziert werden konnten. Bei starkem Wind oder Temperaturunterschied kann Zugluft an nahezu jeder undichten Stelle (in der Praxis meist an Fenstern und Türen) zu unangenehmen Pfeifgeräuschen führen.

Der Kamin hat zuviel Zug !

Windgeräusche beim Kaminofen können betriebsbedingt oder unabhängig davon auftreten. Eine mögliche Ursache ist ein zu hoher Kaminzug, der sich bei heftigem Wind noch verstärkt. Der Unterdruck am Kamin steigt und es entsteht ein mit Geräuschen verbundener Luftzug an allen undichten Stellen des Ofens. Also: vielleicht ist ja nur die Dichtung der Tür defekt? Abhilfe schaffen können auch das Justieren via Drosselklappe oder Zugluftbegrenzer. Sprich mit deinem Kaminkehrermeister oder Ofenhersteller.

Schornsteinaufbauten können helfen oder schaden!

KaminaufsatzSchornsteinaufsätze wie z.B. das Kaminkraft Plus System reduzieren den Einfluss von starkem Wind (auch böiger Fallwinden in ungünstigen Lagen) auf die Schornsteinmündung und wirken stabilisierend auf den Zug – gleich zwei Faktoren, die der Geräuschbildung entgegenwirken. Außerdem bieten sie Schutz gegen eindringende Tiere oder nistende Vögel. Denn, kurios: auch diese kommen als Lärmverursacher infrage, insbesondere wenn die Geräusche nur unregelmäßig zu hören sind.

Doch Vorsicht! Der Schornsteinaufsatz selbst kann der Übeltäter sein! Windbetriebene rotierende Schornsteinelemente können Geräusche produzieren, die sich in dem idealen Klangkörper eines Edelstahlkamins leicht um ein Vielfaches verstärken können. Kaminkraft hat sich daher auf hochwertig verarbeitete, verschleißarme Aufsätze ohne bewegliche Teile konzentriert. Umlaufende Funktionsdüsen erfüllen hier zuverlässig den gleichen Zweck der gleichmäßigen Unterdruckerzeugung.

Geräusche direkt am Wärmeerzeuger

Sofern eine Störung an der Feuerungsanlage ausgeschlossen werden kann, ist es ganz normal dass am Wärmeerzeuger Schall entsteht. Der geht auf die Verbrennung selbst zurück, die Luftzirkulation am Gebläse oder andere betriebsbedingte Funktionen. Entweder ist die Dämmschicht im Abluftsystem unzureichend oder fehlt ganz, oder der Einbau eines Abgasschalldämpfers kann das Problem lösen. Hol Dir in jedem Fall Rat vom Fachmann deines Vertrauens, sprich deinem Heizungsmonteur oder Kaminkehrermeister.

Frequenzuntersuchungen müssten bestätigen, dass die Schallemissionen im tiefen Frequenzbereich (bis 250Hz) liegen, das ist typisch für Geräusche, die ursächlich auf die Heizanlage zurückzuführen sind. Diese tieffrequenten Schallwellen verursachen an Verbindungsstücken, Schornsteinrohr und Mündung starke Eigenresonanzen, durch die sich einzelne Töne extrem hervorheben können.

Wusstest du schon …,

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Fotograf: Marion / pixelio

dass auch eine im Giebel oder Schornstein eingemauerte Flasche nervtötende Geräusche erzeugen kann? Genau das lag zumeist in der Absicht des Maurers oder Zimmermanns, der sie hinterließ. Es handelt sich dabei um einen alten Handwerkerbrauch, wie das Verstecken des letzten Sparrens oder das Einschlagens des „Rattenschwanzes“. Geizigen oder ungerechten Bauherren wurde so eine späte Rache zuteil. Manchmal waren die Flaschen zusätzlich mit einem Loch versehen oder die Flaschenöffnung zeigte offen nach außen, was Geräusche wie von einer Geister- oder Wetterharfe erzeugt.